PADUA (PADOVA)
Am Corso Garibaldi entlang erreicht man den Piazza Cavour,
neben dem das Café Pedrocchi liegt, ein architektonisches
neuklassizistisches Meisterwerk von 1831 des Architekten Jappelli.
Im damaligen Zeitalter war es immer geöffnet jeder Saal
entsprach einem bestimmten Thema und es fanden hier auch Organisationen
der Risorgimento Bewegung statt.
Nicht weit von hier liegt der historische Sitz des Jahres
1493 der Universität, genannt „der Bo“, der
Name der antiken Herberge, die hier einst als „Gasthaus
zum Bove“ stand. Das alte „Studium“ stammt
aus dem Jahre 1222 und war für seine Studiengänge
Jura, Notariat, Medizin, Philosophie und Grammatik berühmt.
Von der Universität aus erreicht man den Piazza della
Ragione, der mit seinem Ausmaß den Piazza delle Erbe
und den Piazza della Frutta voneinander trennt. Letzterer
wird von der vor kurzem restaurierten Loggia della Gran Guardia,
dem Capitanio Palast und der Turmuhr verschönert. Sie
sind die zwei Marktplätze von Padua. Der Hauptteil des
„delle Ragione“ Palastes stammt aus dem Jahre
1218, die große Kuppel und die äußeren Logge
sind aus dem Jahre 1306. Der Hauptsalon ist mit Fresken der
astrologischen Monatszyklen und Holzmodell des Pferdes von
Gattamelata von Donatello geschmueckt. Mit seinen 79 Metern
ist der unterbrochenen Saal der größte der antiken
Architektur: Ein wahres Meisterwerk des Ingenieurwesens.
Vom Piazza delle Erbe kommt man zum Dom und dem antiken Baptisterium.
Sein erster Bau geht auf das XII Jahrhundert zurück.
Das was man heute von ihm sieht, sind die Neubearbeitung des
Jahres 1552 und vom neuklassischen Zeitalter. Das Baptisterium
behält allerdings noch seine romanischen Charakteristiken
des Jahres 1260. In seinem Inneren verwahrt er noch die Fresken
aus dem Jahre 1378 von Giusto dè Menabuoi ,der das
Leben der Maria, dem Heiligen Joseph und Jesus veranschaulicht
und eine mit Fresken besetzte Kuppel besitzt, die das Paradies
repräsentiert.
Die antike Via Roma entlang erreicht man den Prato della Valle,
der mit seinen 88.620 m2 der größte Platz Europas
ist und im Jahre 1775 nach seiner Trockenlegung vervollständigt
wurde. Er spiegelt die ideale illuministischen Urbanisierung
wider. Schon seit jeher ist der Platz Bühne von großen
Veranstaltungen. Die Erste geht auf den August des Jahres
1808 mit dem ersten italienischen Heissluftbalonflug zurück.
Zwischen dem Platz und der del Santo Basilika befindet sich
der Botanische Garten, der einer der größten der
Welt ist und dessen Zauber auch die Neugier von Leonardi da
Vinci erweckte.
Vom Prato della Valle, die Via Belludi entlang, erreicht man
die Santo Basilika, ein weltliches Zentrum des Christentums.
Sie wurde zwischen 1232 und 1394 erbaut und in verschiedenen
darauffolgenden Phasen fertiggestellt. Sie hat ein romanisch/gotischen
Stil mit offensichtlichen islamischen und byzantinischen Einflüssen.
Sie verwahrt die Reliquien vom Heiligen Antonius und ist deshalb
Ziel von Pilgerfahrten. Sie verwahrt aber auch künstlerische
Meisterwerke von Donatello, Altichiero und Giusto Dè
Menabuoi.
Auf dem Kirchplatz der Basilika erhebt sich das Reiterdenkmal
von Donatello, welches 1453 vervollständigt wurde und
dem Feldherren Erasmus von Narni, genannt Gattamelata, gewidmet
ist. Es ist ein Meisterwerk des italienischen Rinascimentos.
Die Via del Santo hochsteigend, erreicht man den restaurierten
Palazzo Zabarella, ein prachtvoller Wohnsitz, der heute Sitz
von bedeutenden modernen Ausstellungen ist.
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