LUCCA
Der Dom, der wie der Platz davor St.Martin gewidmet ist,
stammt aus dem 11.-15.Jhdt. Von aussen sieht man noch die
original romanischen Formen (eigenartigerweise asymetrisch),
waehrend das Innere im gotischen Stil wiederhergestellt wurde:
in einer Seitenkapelle befindet sich das beruehmte Grabmal
der Ilaria del Carretto, ein Meisterwerk von Jacopo della
Quercia (1408). Im Dom befindet sich auch die antike Skulptur
des Hlg. Antlitzes („Volto Santo“), die der Ueberlieferung
nach das wahre Antlitz Jesu darstellt.
Die Via del Duomo, an der die Kirche S.Giovanni liegt, fuehrt
auf die Piazza Napoleone, die mit der nahen Piazza del Giglio
den Stadtkern aus dem 19.Jhdt. bildet.
Von hier aus gelangt man ueber die Via Veneto auf die Piazza
S.Michele, die an der Stelle des antiken Forum Romanums steht
und von Haeusern aus dem 13. und 14.Jhdts und dem Renaissance-Palazzo
Pretorio umgeben ist. Der Platz wird von der Kirche S.Michele
in Foro beherrscht (1143), die an ihrer Fassade den typischen
pisanisch-lucchesischen Stil der Arkaden auf mehreren Ebenen
aufweist.
Folgt man der Via C.Battisti, kommt man ueber die Piazza del
Salvatore zur Kirche S.Frediano, (Luccas aeltester Kirche
nach dem Dom), die durch das antike Mosaik bekannt ist, das
den oberen Teil der Fassade schmueckt. In der gesamten Gegend
um S.Frediano sind die Aspekte der Altstadt erhalten geblieben,
sogar in den Rahmenwerken der Eingaenge vieler Geschaefte
und Handwerksbetriebe. Dies findet man auch in der Via Fillungo,
einer eleganten Strasse, von Hausern und Tuermen gesaeumt,
und mit schmiedeeisernen Elementen geschmueckt.
Die Via Fillungo fuehrt auf den Marktplatz („Piazza
del Mercato“): der Platz ist die Mitte des alten roemischen
Amphitheaters (typische elliptische Form), und die mittelalterlichen
Haeuser stuetzen sich auf die maechtigen Stufenreihen. Die
Boegen, durch die man auf den Platz gelangt, sind diejenigen,
durch die man ins Amphitheater gelangte. Dieser Platz stellt
somit ein einzigartiges Meisterwerk der italienischen Architektur
dar.
Auch Lucca erlebt man am besten, wenn man von den Hauptstrassen
weg durch die verschlungenen engen mittelalterlichen Gassen
geht. Nur so kann man weitere kleine Kunstwerke entdecken:
die Guinigi-Haeuser mit dem hohen Turm, den Platz und die
Kirche von S.Maria Forisportam, die Kirche S.Francesco und
das Museo Nazionale di Villa Guinigi.
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